Festlegung von Längen der Start- und Landestrecken sowie versetzten Schwellen

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Silke Corleisen
Silke CorleisenLeitung Lehrgänge
+49 30 45803177training@airsight.de

Die temporäre Veränderung von festgelegten Start- und Landestrecken stellt für einen Flughafenbetreiber ein wichtiges Instrument dar. Auf diese Art und Weise kann der Flugbetrieb auf einer Start- und Landebahn trotz Bauarbeiten oder im Fall von Teilsperrungen gewährleistet werden. In vielen Fällen wird jedoch eine Schwelle versetzt, ohne zuvor die sicherheitsspezifischen Risiken beachtet zu haben.

Das Ziel des zweitägigen Lehrgangs ist es, Angestellten im Bereich des Flug- und Flughafenbetriebs einen umfassenden Überblick über die technischen und operationellen Mindestanforderungen zu geben, die benötigt werden, um die Schwelle einer bereits festgelegten Strecke zu versetzen.

Des Weiteren vermittelt der Lehrgang Wissen über technische und betriebliche Restriktionen für den Flugbetrieb auf Start- und Landebahnen mit einer temporär versetzten Schwelle. Zudem wird geklärt, wie mit den Themen der Hindernisfreiheit und den infrastrukturellen Anforderungen (inkl. Markierungen, Befeuerung, Navigationsanlagen) umzugehen ist. Ferner wird aufgezeigt, welche betrieblichen Verfahren gewährleistet werden können, und wie die reduzierten Reichweiten veröffentlicht werden müssen.

Viele praktische Übungen helfen dabei komplexe Inhalte, praxisnah und einfach zu vermitteln. Teilnehmer werden die Chance haben, Berechnungen für verschiedene Szenarios zur Festlegung des Standorts der Schwelle durchzuführen.

Inhalt

Ort: In-house
Sprache: Deutsch, Englisch
Dauer: 2 Tage

Inhalt

Technische und operationelle Einschränkung auf der Start- und Landebahn

  • Gewichtsbeschränkungen (MTM, MTOM, MLM, MZFM, OEM)
  • Relevante Strecken und deren Eigenschaften (TORA, TODA, ASDA, LDA)
  • Anflugverfahren (TORA, TODA, ASDA, LDA)
  • Flugsegmente (Start, Anflug, Landung) unter Beachtung von Geschwindigkeiten, Luftfahrzeugtyp und Leistung)

Hindernisse

  • Angrenzende Bereiche an der Start- und Landebahn (RWY strip, RESA, clearway, stopway)
  • Hindernisschutzflächen gemäß ICAO Annex 14 (approach, transitional, take-off climb surfaces, obstacle free zone)
  • Definierter Hindernisschutz gemäß ICAO PANS-OPS
  • Flugverfahren gemäß ICAO PANS-OPS
  • Anforderung an die Flugleistung im Rahmen der Zertifizierung  (Take Off Path, Gross & Net Take Off Flight Path)

Infrastruktur

  • Relevante Markierung und Befeuerung einer Start- und Landebahn
  • Markierung und Befeuerung von SLBs mit versetzten Schwellen
  • Visual Approach Slope Indicator Systems (VASI)
  • Instrument Landing System (ILS)
  • Area Navigation (RNAV)
  • Satellite-Based Navigation (ABAS, SBAS, GBAS)

Betriebsverfahren

  • Betrieb von veränderten Schwellen
  • relevante Richtlinien
  • Berechnung von verkürzten Strecken
  • Umgang mit temporär versetzten Schwellen und damit verbundener Gefahren
  • Vorbereitete Szenarien
  • Anflug über Hindernisse
  • Übungen und Fallbeispiele

Referenten

Dipl.-Ing. Jan Walther

Herr Walther ist als Mitarbeiter im Bereich Flughafenbetrieb innerhalb des Consulting-Geschäftsbereichs der airsight GmbH eingesetzt und Projektingenieur für die Themen Vorfeldmanagement, Bodenverkehrsdienste und Safety Management an Flughäfen. Er verfügt außerdem über Projekterfahrungen mit der Durchführung von Auditierungen von Safety Management Systemen an Flughäfen.

Zielgruppe

  • Flugbetriebsleiter
  • Flughafenplaner
  • Luftfahrtingenieure
  • Sicherheitsbeauftragte auf dem Flugplatz
  • Qualitätsbeauftragte
  • Bauunternehmen und Bauingenieure
  • Angestellte bei Luftfahrtbehörden
  • Angestellte bei der Flugsicherung

Organisatorische Details

airsight bietet diesen Lehrgang auf Anfrage als In-House-Schulung an. Am Ende des Lehrgangs erhalten alle Teilnehmer ein airsight-Zertifikat. Dieses ist inzwischen in der Luftfahrtbranche sehr anerkannt und wurde bereits mehr als 4200-mal vergeben.

Über unsere Lehrgänge

Zertifizierte Qualität

airsight verfügt über ein nach ISO 9001:2008 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem, in dessen Mittelpunkt die Maximierung des Kundennutzens steht. Wir arbeiten ständig an Verbesserungen – so auch bei unseren Lehrgängen, die wir auch anhand des Teilnehmerfeedbacks kontinuierlich optimieren.

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