Drone Incident Management auf Flugplätzen

Unbemannte Luftfahrzeugsysteme (UAS), umgangssprachlich als „Drohnen“ bekannt, sind heutzutage immer häufiger im Einsatz. Bei verantwortungsvollem Gebrauch können sie der Gesellschaft erheblichen Nutzen bringen – etwa bei Rettungseinsätzen, in der Film- und Fernsehproduktion oder als Hobby.


Allerdings stellen unautorisierte Drohneneinsätze in der Nähe von Flugplätzen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wird eine Drohne in oder nahe eines Flugplatzes gesichtet, müssen Flugbewegungen in der Regel unterbrochen oder ganz eingestellt werden. Dies führt zu Flugausfällen, erheblichen Verspätungen und damit verbundenen Kosten für Flugplatzbetreiber und Fluggesellschaften. Laut EUROCONTROL belaufen sich die durchschnittlichen Kosten einer Flugannullierung systemweit auf 18.570 €, während sich die Kosten für Verspätungen schnell auf über 100 € pro Minute summieren können.


Um Risiken zu minimieren und wirtschaftliche Auswirkungen zu begrenzen, ist eine gute Vorbereitung unerlässlich. Ein zentraler Bestandteil ist die Entwicklung und Umsetzung eines strukturierten Prozesses zum Umgang mit Drohnenvorfällen – beispielsweise in Form einer Standardarbeitsanweisung (SOP). Ein klar definierter Ablauf spart im Ernstfall wertvolle Zeit und ermöglicht fundierte Entscheidungen zur sicheren Bewältigung des Vorfalls – ähnlich wie bei anderen Notfallszenarien, auf die sich Flugplatzbetreiber bereits vorbereiten.


In diesem Kurs lernen die Teilnehmenden, wie ein solcher Prozess aufgebaut sein sollte und welche Phasen er umfasst. Dabei orientieren wir uns an bewährten Verfahren und Empfehlungen, unter anderem von EASA und IATA. Die Teilnehmenden erfahren, welche Maßnahmen vor, während und nach einem Drohnenvorfall zu ergreifen sind – und wie diese sinnvoll aufeinander abgestimmt werden. Während eines Vorfalls sollten Maßnahmen beispielsweise in klar definierte Phasen unterteilt werden: Verifikation, Entscheidungsfindung, Reaktion und Wiederherstellung. Die konkrete Ausgestaltung hängt von der Komplexität des jeweiligen Flugplatzes ab. Zudem kann die Einrichtung spezieller Reaktionsteams oder Task Forces sinnvoll sein, um den Informationsfluss im Ernstfall zu steuern.


Nach Abschluss des Kurses verfügen die Teilnehmenden über ein fundiertes Verständnis für das Drohnenvorfallmanagement an Flugplätzen. Sie wissen, welche Maßnahmen sie oder ihre Organisation ergreifen können und wie sich das Drohnenmanagement in bestehende Sicherheitsmanagementsysteme (SMS) und Notfallpläne (ERP) integrieren lässt.
 

Kursinfo

Ort:In-house
Sprache:Deutsch / Englisch
Dauer:2 Tage
Anbieter:airsight GmbH

Inhalt

*Übersetzung folgt*

Motivation

  • Recent cases of drone incidents and their impact
  • Business continuity
  • Compliance

UAS basics

  • Terms and definitions
  • Civil drone technology basics

Overview legal framework

  • EASA UAS Regulation (EU) 2019/945 and (EU) 2019/947
  • EASA operation categories: open, specific, certified
  • Protection of ADR surroundings (ADR safeguarding) as required in EASA Basic Regulation (EU) 2018/1139 and (EU) 139/2014

Drone incident management at aerodromes – Phased approach

  • EASA and IATA drone incident managment processes
  • Roles and responsibilities 
  • Coordination with ATC and other stakeholders
  • Application of risk assessment methodologies to a drone hazard
  • Implementation of a dedicated drone incident procedure
  • Application of checklists and tools that support drone incident management
  • Short introduction to drone detection technology
  • Documentation, records and reporting
  • Continuous improvement

Referenten

Veronica Schömer, Pilotin Boeing 787, M.Eng.

Frau Schömer ist eine erfahrene Luftfahrtexpertin mit einer besonderen Leidenschaft für das Thema Flugsicherheit. Ihre ersten Schritte in die Luftfahrt machte sie vor rund 25 Jahren in einem Segelflugverein.


Als Pilotin auf Kurz- und Langstrecke (Boeing 737, 747, 787) hat Frau Schömer 20 Jahre Erfahrung in der kommerziellen Luftfahrt. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftsingenieurwesen und einen Master-Abschluss in Maschinenbau.


Mit ihrer Spezialisierung auf europäische Luftfahrtvorschriften und ihrer Abschlussarbeit über vertrauliche Sicherheitsberichte setzt sie sich für Flugsicherheit sowohl in der bemannten als auch der unbemannten Luftfahrt ein.


Als Vertreterin der International Federation of Air Line Pilots' Associations (IFALPA) im JARUS Industry Stakeholder Board unterstützt Veronica die erfolgreiche Integration von bemannter und unbemannter Luftfahrt.

Zielgruppe

  • Aerodrome safety and operations managers
  • Aerodrome security managers
  • Aerodrome duty officers
  • Aerodrome security and safety personnel
  • Civil Aviation Authorities staff
  • Air Traffic Control staff
  • Governmental organisations and agencies (e.g. police, rescue and firefighting)

Organisatorische Details

airsight bietet diesen Lehrgang auf Anfrage als In-House-Schulung an.

Nach erfolgreicher Kursteilnahme erhalten alle Teilnehmer ein airsight-Zertifikat nach EASA-Trainingsregularien, welches weltweit in der Luftfahrtbranche anerkannt ist.

Über unsere Lehrgänge

Zertifizierte Qualität

airsight verfügt über ein nach ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem, in dessen Mittelpunkt die Maximierung des Kundennutzens steht. Wir arbeiten ständig an Verbesserungen – so auch bei unseren Lehrgängen, die wir auch anhand des Teilnehmerfeedbacks kontinuierlich optimieren.

Mehr