Erstellung eines Fachgutachtens zur Aktualisierung der Genehmigung eines Hubschrauberflugplatzes für die Luftrettung (HEMS)
Zahlreiche Kliniken stellen regional bedeutende Einrichtungen mit umfassenden medizinischen Versorgungsstrukturen dar und verfügen über Hubschrauberflugplätze für den luftgebundenen Rettungs- und Krankentransport (Helicopter Emergency Medical Services, HEMS). Diese Hubschrauberflugplätze wurden in der Regel auf Basis einschlägiger Gestaltungsvorschriften ausgelegt und durch die zuständige Luftfahrtbehörde genehmigt.
Im Laufe der Zeit ändern sich nicht nur die nationalen und internationalen Gestaltungsvorgaben, sondern auch die genutzten Hubschraubertypen sowie die flugbetrieblichen Anforderungen, was eine Überprüfung und ggf. Anpassung der genehmigten Situation erforderlich macht. Dabei unterstützt airsight Krankenhausbetreiber und deren zuständige Luftfahrtbehörden, bspw. mit der Durchführung von Konformitätsprüfungen hinsichtlich gegebener Hubschrauberinfrastruktur sowie der Erstellung diesbezüglicher Fachgutachten.

Foto: Reinhard Fraunholz, veröffentlicht unter der Lizenz CC BY-SA 4.0
Gegenstand eines kürzlich durch die airsight erstellten Fachgutachtens war die Anpassung und Aktualisierung der Genehmigung eines Hubschrauberlandeplatzes für die Luftrettung in Norddeutschland. Dazu wurden insb. der aktuelle Zustand des Bodenflugplatzes sowie die Hinderniskulisse betrachtet und mit den geltenden Anforderungen hinsichtlich des heutigen Rettungshubschrauberbetriebs abgeglichen. Ziel war es, ein umsetzbares Maßnahmenpaket für einen sicheren und genehmigungsfähigen Flugbetrieb bei Tag und Nacht abzuleiten.
Eine besondere Herausforderung war dabei die Umgebung des Landeplatzes, welche durch Bebauung, Vegetation und Verkehrsflächennutzung geprägt ist. Als zentrales Ergebnis wurde empfohlen, die An- und Abflugverfahren unter Berücksichtigung spezifischer Rückwärtsstartverfahren so anzupassen, dass sensible Bereiche (z. B. Gebäude, Nutzflächen) und sicherheitsrelevante Hindernisse im Bereich der vorgesehenen Korridore gemieden werden. Zudem ist die Bodeninfrastruktur inkl. der gegebenen Markierung und Befeuerung gemäß den einschlägigen Vorschriften (insb. ICAO Annex 14, Vol. II, Heliports) zu erweitern. Ergänzend wurden organisatorische Maßnahmen empfohlen, um Risiken aufgrund von Rotorabwind auf angrenzenden Verkehrsflächen zu mindern. Insgesamt entstand ein abgestimmtes Maßnahmenpaket, das Genehmigungsfähigkeit, Sicherheit und Praktikabilität berücksichtigt.

Wenn auch Sie Unterstützung bei der Prüfung und Anpassung Ihrer Hubschrauberinfrastruktur oder der dazugehörigen Genehmigung benötigen, kontaktieren Sie uns gern per E-Mail oder über unsere Website.
Ein weiterer Aspekt: Auf erhöhten Hubschrauberflugplätzen (bspw. auf Krankenhausdächern) ist die Hindernissituation typischerweise weniger kritisch. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass die Auslegung der Landeplattformen teilweise nicht mehr den Anforderungen der modernen und tendenziell größer gewordenen Hubschraubertypen entspricht. Auch dies ist eine Herausforderung, bei welcher airsight Unterstützung anbieten kann.
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