Einführung in die Flugrouten-Gestaltung und ICAO PANS-OPS

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Diana Lünse
Diana LünseLeitung Lehrgänge

Flugrouten ermöglichen die Nutzung von Flugplätzen in verschiedensten Wetterbedingungen. Darüber hinaus erhöhen sie als standardisierte Verfahren für Piloten und Flugsicherung die Sicherheit. Aufgrund sich stetig weiterentwickelnder Navigationsmittel, wachsendem Luftverkehrsaufkommen sowie größer werdender Anforderungen in Bezug auf Fluglärm und Umweltschutz ist die Verfahrensplanung eine immer komplexer werdende Aufgabe.

Das ICAO Dokument 8168 „PANS-OPS“ legt die Anforderungen für die Verfahrensplanung fest. Hierbei ist die Hindernisfreiheit das wesentliche Entwurfskriterium.
Ziel dieses Lehrganges ist es, einen Überblick über die Auslegung von Flugrouten sowie die Anforderungen des ICAO PANS-OPS zu vermitteln. Er richtet sich an alle Personen, die einen Einblick in die Flugverfahrensplanung erlangen möchten.

Es werden neben grundlegenden Prinzipien der Verfahrensplanung (bspw. Navigation, Fixpunkte, Verfahrensschutzräume und Hindernisfreiheit) vor allem An- und Abflugverfahren behandelt. Hierbei wird auf konventionelle Verfahren sowie auf Verfahren die auf Flächennavigation (RNAV) bzw. performance-based navigation (PBN) basierend, eingegangen. Eine besondere Rolle spielt weiterhin der ILS-Präzisionsanflug, dessen besonderen Design-Kriterien erörtert werden (bspw. ILS OAS und CRM). Die wesentlichen Anforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten der Verfahrensplanung, welche bei der Auslegung von Flugrouten unter Berücksichtigung mitunter komplexer Anforderungen (bspw. Flugsicherung, Luftraum, Navigation und Fluglärm) berücksichtigt werden müssen bzw. können, werden diskutiert.
Die Teilnehmer lernen, die Gestaltung von Flugrouten einzuschätzen und zu beurteilen.

Hinweis: Als Inhouse-Variante kann dieser Kurs auf Deutsch oder Englisch gebucht werden - das Lehrgangsmaterial ist aber ausschließlich auf Englisch verfügbar.

Kursinfo

Ort:In-house
Sprache:Deutsch / Englisch
Dauer:5 Tage
Anbieter:airsight GmbH

Inhalt

    Grundlegende Prinzipien der Verfahrensplanung

    • Konventionelle Navigation
    • Flächennavigation (RNAV) inkl. satelliten-gestützte Navigation und Ergänzungssysteme (ABAS, SBAS, GBAS)
    • Performance-based navigation (PBN)
    • Fixpunkte und Instrumentenflugsegmente
    • "Path and Termination“ Konzept
    • Verfahrensschutzräume und Hindernisfreiheit
    • Obstacle clearance altitude/height (OCA/H) und operative Minima (MDA/H und DA/H)
    • Qualitätssicherung
    • Hubschrauber CAT H (PinS, low level routes) 

    Abflugverfahren

    • Obstacle identification surface (OIS)
    • Minimum obstacle clearance (MOC)
    • Procedure design gradient (PDG)

    Anflugverfahren

    • Einzelne Anflugphasen (Anfangs- Zwischen-, End- und Fehlanflug)
    • Reversal Verfahren und Warteverfahren
    • Typen von Anflugverfahren (Nicht-Präzisionsanflug NPA, Anflugverfahren mit vertikaler Führung APV und Präzisionsanflug PA)
    • Circling (visual manoeuvring)
    • Visual segment surface (VSS)
    • Konventionelle Anflugverfahren (VOR, NDB und ILS Anflug)
    • ILS obstacle assessment surfaces (OAS) and collision risk model (CRM)
    • PBN Anflugverfahren (RNP APCH mit LNAV, LNAV/VNAV und LPV sowie RNP AR APCH)

    Luftraumkonzepte & Umweltaspekte

    • Flugroutenkonzepte im Flugplatznahbereich
    • Simultaner Betrieb mehrerer Start- und Landebahnen (SOIR)
    • Umweltaspekte
       

     

    Referenten

    Dipl.-Ing. Malte Karger

    Herr Karger ist für den Geschäftsbereich “aerodrome safeguarding and flight procedures” der airsight GmbH verantwortlich. Er ist auch ein geschätzter Lehrgangsleiter, der sein Wissen und Erfahrungen mit anderen Experten während regulärer Lehrgänge sowie auf In-House-Schulungen (bspw. in Deutschland, Griechenland, Schweiz und Türkei) teilt.

    Als sachverständiger Berater des ICAO Instrument Flight Procedure Panels (IFPP) ist Herr Karger Mitglied der Obstacle Limitation Surfaces Task Force (OLSTF).

    Herr Karger erwarb umfangreiche Erfahrungen in internationalen Projekten in den Bereichen Hindernisuntersuchungen und Aeronautical Studies (bspw. für die Flughäfen Berlin, Dubai, Hamburg, Luxembourg, Malta, Nürnberg, Stuttgart und Warschau). Darüber gestaltete er in zahlreichen Projekten vielfältige Instrumentenflugverfahren (bspw. für die Flughäfen Berlin, Cluj, Lošinj, Kaunas, Sibiu und Vilnius sowie für Air Austral und die rumänische Flugsicherung ROMATSA).

    Zielgruppe

    • Flughafen- und Flugplatzbetreiber
    • Flugplatzplaner und -ingenieure
    • Flugsicherungsdienstleister
    • Mitarbeiter von zivilen Luftfahrtbehörden

    Organisatorische Details

    airsight bietet diesen Lehrgang auf Anfrage als In-House-Schulung an.

    Nach erfolgreicher Kursteilnahme erhalten alle Teilnehmer ein airsight-Zertifikat nach EASA-Trainingsregularien, welches weltweit in der Luftfahrtbranche anerkannt ist.

    Über unsere Lehrgänge

    Zertifizierte Qualität

    airsight verfügt über ein nach ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem, in dessen Mittelpunkt die Maximierung des Kundennutzens steht. Wir arbeiten ständig an Verbesserungen – so auch bei unseren Lehrgängen, die wir auch anhand des Teilnehmerfeedbacks kontinuierlich optimieren.

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