Warum Flughafenresilienz immer wichtiger wird
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Globale Dynamiken konfrontieren Flughäfen mit immer größer werdenden Herausforderungen. In der Vergangenheit wurde viel darüber diskutiert Flughäfen widerstandsfähiger zu machen. Im Kontext von Klimawandel und politischen Krisen sind diese Forderungen lauter geworden. Die Europäische Union (EU) hat auf diese Entwicklungen mit der Richtlinie 2022/2557 reagiert und die Umsetzung essenzieller Mechanismen in die nationalen Gesetzgebungen der Mitgliedsstaaten angestoßen. Der deutsche Gesetzgeber hat entsprechend nachgezogen und im Januar 2026 das KRITIS-Dachgesetz verabschiedet.
Worum geht es im Detail?
Die neue EU-Richtlinie schafft neue Standards in der Bewertung und im Umgang mit Gefahrenszenarien und kritischer Infrastruktur. Als kritische Infrastruktur (kurz: CRITIS/KRITIS) definiert die Richtlinie neben den Feldern Energie, Transport und Gesundheit auch Bereiche wie Bankensysteme, Wasserversorgungssysteme oder digitale Infrastruktur. Der Bereich Transport ist besonders interessant im luftfahrttechnischen Kontext, da hier auch die Luftfahrt integriert ist. Grundsätzlich stellt der Gesetzestext Flughafenbetreiber, Gesellschaften, Hersteller und andere relevante Entitäten in die Pflicht Maßnahmen zur Abwendung von Gefahren zu ergreifen und die Resilienz von Flughäfen zu stärken. Ziel ist es im Rahmen von Risikobeurteilungen und der Aktualisierung von KRITIS-Listen, Resilienzpläne und Meldeketten und -systeme auszuarbeiten.

Welche Gefahren werden identifiziert?
Historisch gewachsene Bedrohungsszenarien hervorgerufen durch Terrorismus oder Konflikte bilden ein Spektrum. Hinzugekommen sind Naturkatastrophen, gleichsam unter Berücksichtigung des menschengemachten Klimawandels. Dazu zählen Dinge wie Dürren oder Fluten, und beispielsweise auch Cyberattacken.
Was ist das KRITIS-Dachgesetz?
Hierbei handelt es sich um den nationalen Beitrag des deutschen Gesetzgebers. Sich ableitend aus der EU weiten Richtlinie kompiliert das Dachgesetz eigene KRITIS-Listen, weist Mindeststandards aus, die für einen besseren Schutz kritischer Infrastruktur einzuhalten sind, und berücksichtigt jegliche natürliche oder menschengemachten Risiken für Infrastrukturelemente. Eine besondere Verpflichtung für die Schaffung von Resilienzmaßnahmen soll für Unternehmen oder andere Entitäten bestehen, die wesentlich für die Gesamtversorgung eines großen Anteils der Bevölkerung zuständig sind.
Was spielt noch mit hinein?
Der europäische Kontinent sieht sich mit neuen Konflikten konfrontiert. Nicht zuletzt ergeben sich dadurch Bedrohungen mit Bezug zur Infrastruktur. Im digitalen Zeitalter schließt das Cyberattacken mit ein. Um hier die Resilienz zu stärken, hat die EU hier die Richtlinie 2022/2555 beschlossen. Die sogenannte NIS-2-Richtlinie (NIS steht für „Network and Information Security“), die in gleichbenannter Form auch in Deutschland verabschiedet werden soll, legt neue Standards und Maßnahmenpakete für den Schutz digitaler Infrastruktur fest. Sie ergänzt damit die von der EU und dem KRITIS-Dachgesetz angestrebte Sicherheitskultur.
Wie airsight Sie unterstützt
airsight unterstützt Flughäfen und Akteure der Luftfahrt dabei, die Anforderungen aus CER- und NIS-2-Richtlinie sowie nationalen Vorgaben – insbesondere im Kontext des KRITIS-Dachgesetzes – in praktikable und umsetzbare Resilienzstrategien zu überführen.
Unsere Leistungen umfassen dabei:
Resilienzbewertungen & GAP-Analysen: Bewertung Ihres aktuellen Resilienzniveaus im Abgleich mit EU-Richtlinien und nationaler Gesetzgebung.
Risiko- und Vulnerabilitätsanalysen (CERA): Entwicklung strukturierter, umfassender Risikoanalysen unter Berücksichtigung natürlicher, technischer und menschengemachter Bedrohungen.
Resilienzstrategie & -planung (CERP): Konzeption maßgeschneiderter Resilienzansätze inklusive Notfallplanung, Redundanzen und Reaktionsstrategien.
Implementierung & Melde- und Reportingstrukturen: Aufbau effizienter Melde-, Eskalations- und Monitoringprozesse zur schnellen Identifikation und Bewältigung von Risiken.
Schulungen & Sensibilisierung: Praxisnahe Trainings für Mitarbeitende und Führungskräfte zur Stärkung der organisationalen Resilienz und Sicherheitskultur.
Operative Begleitung & Audits: Unterstützung bei der Umsetzung von Maßnahmen sowie Durchführung interner Audits und Vorbereitung auf behördliche Prüfungen.
Schnittstellenberatung & Stakeholder-Einbindung: Beratung relevanter Akteure im Flughafenumfeld (z. B. Bodenverkehrsdienste, Energieversorgung, IT-Dienstleister) für einen ganzheitlichen Resilienzansatz.
Sprechen Sie uns an, um gemeinsam zu erarbeiten, wie Ihre Organisation ihre Resilienz stärken und regulatorische Anforderungen sicher erfüllen kann.
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