Fortschritte bei Point in Space-Flugverfahren für die Luftrettung
Federal State of Schleswig-Holstein
Seit der ersten gutachterlichen Beratung im Frühjahr 2023 entwickelt airsight kontinuierlich ein Konzept für Tiefflug-Instrumentenflugverfahren sowie Point-in-Space (PinS)-Flugverfahren zur Unterstützung der Luftrettung (HEMS) in Schleswig-Holstein. Ziel dieser Verfahren ist es, den Zugang zu Krankenhauslandeplätzen, Luftrettungsstationen und Einsatzorten – einschließlich der Nordseeinseln – zu verbessern.
Die Fortschritte erfolgen auf mehreren Ebenen. Es fanden zahlreiche Abstimmungsgespräche mit verschiedenen HEMS-Betreibern sowie relevanten Bundesbehörden statt, darunter das Bundesministerium für Verkehr (BMV), die Bundesaufsicht für Flugsicherung (BAF), die Deutsche Flugsicherung (DFS) und das Umweltbundesamt (UBA).
Ein zentraler technischer Aspekt war die Analyse bestehender Hubschrauberlandeplätze, für die die Einführung von PinS-Verfahren vorgesehen ist. Parallel dazu wurde ein bedeutendes Sicherheitskonzept entwickelt: die Einführung von sogenannten „HEMS Minimum Area Altitudes“ als Alternative zu einem flächendeckenden Tiefflugnetz für die Luftrettung. Dazu wurden Maßnahmen zur Bewertung des Kollisionsrisikos sowohl für das Streckennetz als auch für die An- und Abflugverfahren vorgestellt und analysiert. Auf Basis dieser Bewertungen wurden verschiedene Sicherheitsverbesserungen diskutiert, darunter:
- Einführung von RMZ (Radio Mandatory Zones),
- TMZ (Transponder Mandatory Zones),
- Absenkung der Luftraumklasse E,
- verpflichtende Kollisionswarnsysteme in der Luftraumklasse G („Luftraum G+“),
- Einführung von HTZ (Helicopter Traffic Zones),
- HPZ (Helicopter Protection Zones),
- sowie Kombinationen dieser Maßnahmen.
Auch die Umweltverträglichkeit wurde berücksichtigt. Im Rahmen des Schutzes sensibler Gebiete wurde eine beispielhafte Fluglärmberechnung durchgeführt, um schutzwürdige Interessen abzuwägen. Diese Analyse unterstützt eine umweltgerechte Streckenplanung und die Minderung von Auswirkungen auf die Bevölkerung. Mit der Entwicklung eines Konzepts zur Umsetzung von HEMS Minimum Area Altitudes und PinS-Flugverfahren wurde das Projekt in einen formellen Antrag überführt.
Wenn Ihre Organisation ebenfalls Unterstützung bei der Planung oder Genehmigung von Flugverfahren benötigt, zögern Sie nicht, uns per E-Mail oder über unsere Website zu kontaktieren.
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