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Drohnen (UAS) an Flughäfen

Unbemannte Luftfahrzeuge, Drohne, UAS – es gibt viele Begriffe für diese sich schnell entwickelnde Technologie. Sie bietet Chancen und Risiken, mit denen Betreiber von Flughäfen und auch Behörden sich auseinandersetzen sollten.

Wir werden mit einer Einführung in die Grundbegriffe der unbemannten Luftfahrt beginnen. Anschließend lernen Sie die relevanten gesetzlichen Regelungen für die zivile Nutzung von Drohnen in Europa kennen: Die Verordnungen (EU) 2019/945 und 2019/947. Der risikobasierte Ansatz der EASA schlägt sich in der europäischen Gesetzgebung nieder. Es werden drei Betriebskategorien für Drohnen definiert: die offene, die spezielle und die zertifizierte Kategorie. Dieses Training fokussiert sich auf die offene und die spezielle Kategorie, in denen heute eine Vielzahl von UAS betrieben werden.

Die Verordnungen (EU) 2021/664, 2021/665 und 2021/666 regeln die Einführung des U-Space. Dieser Begriff umfasst Dienstleistungen zum sicheren Betrieb von unbemannten Luftfahrzeugen außerhalb der Sicht des Fernpiloten. So soll langfristig die sichere gemeinsame Nutzung eines Luftraums von bemannten und unbemannten Luftfahrzeugen möglich werden. Wir besprechen die aktuell zu lösenden Herausforderungen, die das U-Space Konzept betreffen. Beispielsweise sind die Systeme, die die Luftfahrzeuge untereinander sichtbar machen, heute nicht kompatibel.

Es gibt mehrere potenzielle Anwendungsszenarien für kleine Drohnen an oder in der Umgebung von Flughäfen, wie etwa die Inspektion von Betriebsflächen oder Anwendungen in der Luftsicherheit. Wir besprechen die dafür erforderlichen Genehmigungen.

Die Joint Authorities for Rulemaking on Unmanned Systems (JARUS) haben einen standardisierten Prozess für die Risikobewertung von UAS Anwendungen entwickelt: Das Specific Operations Risks Assessment (SORA). Innerhalb dieses Prozesses wird auf der einen Seite das Risiko für unbeteiligte Menschen am Boden (Ground Risk), auf der anderen Seite das Risiko eines Zusammenstoßes zwischen einem unbemannten und einem bemannten Luftfahrzeug (Air Risk) bewertet. Aus der Kombination beider Risikoarten ergibt sich das SAIL (Specific Assurance & Integrity Level). Abhängig vom SAIL muss ein Betreiber von UAS bestimmte Maßnahmen zur Risikominderung implementieren: Die TMPR (Tactical Mitigation Performance Requirements) und OSO (Operational Safety Objectives). Die EU hat das von JARUS entwickelte Verfahren als AMC zur Verordnung (EU) 2019/947 veröffentlicht. Auf Grundlage der Risikobewertung kann die zuständige Behörde den Betrieb von Drohnen in der speziellen Kategorie genehmigen. Im Rahmen dieses Trainings werden Sie das SORA in Grundzügen kennen und verstehen lernen.

Wie jedes Fahrzeug können auch UAS missbraucht werden. Wir besprechen in diesem Lehrgang deshalb, inwieweit kleine Drohnen eine Gefahr für die bemannte Luftfahrt darstellen können. Um lange Betriebsunterbrechungen zu vermeiden und gleichzeitig einen sicheren Flugbetrieb gewährleisten zu können, sollten sich Betreiber von Flughäfen auf nicht autorisierte Drohnen in der Flughafenumgebung vorbereiten. Sie lernen verschiedene Technologien kennen, die Drohnen aufspüren und abwehren können. Wir besprechen die Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Technologien. Der Gefahr von UAS an Flughäfen kann nur begegnet werden, wenn die Sicherheitsabteilungen, die Flugsicherung, die Ordnungsbehörden und nicht zuletzt die Piloten koordiniert zusammenarbeiten. Dazu gibt es von der EASA und aus den USA Hilfestellungen, die wir besprechen.

Wenn Sie mehr zur Planung von Vertiports erfahren möchten, legen wir Ihnen das Training Vertiports – Planung und Design ans Herz. Vertiports sind Landeflächen für senkrecht startende und landende elektrisch betriebene Luftfahrzeuge (eVTOL), die in Zukunft ebenfalls unbemannt fliegen könnten.

Kursinfo

Ort: In-house
Sprache: Deutsch oder Englisch
Dauer: 3 Tage

Inhalt

*Übersetzung folgt*

UAS Basics

  • Terms and definitions
  • Specials: military, experimental, model aeroplanes

Overview legal framework

  • Timeline of EASA Regulations
  • EASA Categories: open, specific, certified
  • Sample UAS applications

Legal requirements

  • UAS
  • Operator
  • Remote Pilot

Integrating UAS and manned aircraft

  • U-Space concept
  • U-Space stakeholders
  • U-Space airspaces (at airports)
  • U-Space challenges

Drone protection

  • research on vulnerability of drones to manned aircraft
  • Drone protection elements
  • Drone protection technologies
  • Need of protection
  • Drone protection implementation

Risk assessment drone operation

  • Specific category: SORA
  • SORA process
  • Required documents

SORA

  • Air Risk Class (ARC) and Ground Risk Class (GRC)
  • Specific Assurance & Integrity Level (SAIL)
  • Operational Safety Objectives (OSO)
  • Standard scenarios (STS)
  • Example

Discussions/Questions

Referenten

Veronica Schömer, Pilot B747, M. Eng.

*Übersetzung folgt*

Veronica is a highly knowledgeable and experienced aviation expert with a passion for flight safety. She took her first steps into aviation 20 years ago in a glider club. As first officer on Boeing 737 and senior first officer on Boeing 747 Veronica gained more than 14 years of experience in commercial aviation with 6000 flight hours. She holds a bachelor’s degree in industrial engineering and a master’s degree in mechanical engineering.

Specialising in European aviation regulations, and with her thesis on Confidential Safety Reporting as a starting point, Veronica strives for the adaption of safety concepts known from commercial aviation to the rapidly evolving and diverse drone industry.

As a professional trainer, she has trained students of RWTH Aachen University in its flight simulator and developed training concepts to introduce new electronic flight bag to pilots.

With the UAS+ Committee of ‘Vereinigung Cockpit e.V.’ (German Airline Pilots' Association) Veronica supports the successful integration of manned and unmanned aviation.

Zielgruppe

  • Flugbetriebsleiter
  • Sicherheitsbeauftragte am Flugplatz
  • Angestellte bei Luftfahrtbehörden
  • Angestellte bei der Flugsicherung
  • Qualitätsbeauftragte am Flugplatz
  • Bauabteilungen am Flugplatz

Organisatorische Details

airsight bietet diesen Lehrgang auf Anfrage als In-House-Schulung an.

Nach erfolgreicher Kursteilnahme erhalten alle Teilnehmer ein airsight-Zertifikat nach EASA-Trainingsregularien, welches weltweit in der Luftfahrtbranche anerkannt ist.

Über unsere Lehrgänge

Zertifizierte Qualität

airsight verfügt über ein nach ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem, in dessen Mittelpunkt die Maximierung des Kundennutzens steht. Wir arbeiten ständig an Verbesserungen – so auch bei unseren Lehrgängen, die wir auch anhand des Teilnehmerfeedbacks kontinuierlich optimieren.

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