Überblick
Große Windkraftanlagen können erhebliche Auswirkungen auf die Sicherheit und den reibungslosen Ablauf des Flugbetriebs haben – darunter das Risiko von Kollisionen, Turbulenzen sowie Störungen der Kommunikations-, Navigations- und Überwachungsanlagen (CNS).
airsight unterstützt Windparkentwickler bei der Lösung komplexer planungstechnischer Fragen im Zusammenhang mit der Luftfahrt. Auf der Grundlage von Auswirkungs- und Risikobewertungen werden gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen zur Risikominderung erarbeitet.
Seit April 2020 ist airsight vom Bundesministerium für Verkehr (BMVI) als benannte Stelle zur Prüfung von Flugzeugerkennungsbeleuchtungssystemen (ADLS) zugelassen.
Machbarkeitsstudien
Ermittlung potenzieller Einschränkungen und Höhenbeschränkungen in einer frühen Planungsphase

Häufig benötigen Windparkentwickler einen ersten Überblick über mögliche Einschränkungen bei der Errichtung von Windparks, die sich aus den Anforderungen der Luftfahrt ergeben.
airsight unterstützt Windparkentwickler dabei, potenzielle Einschränkungen bereits in einer frühen Projektphase zu identifizieren, und trägt so zu einer effizienten Entwicklungsplanung bei.
In der Regel werden die potenziellen Auswirkungen verschiedener luftfahrtbezogener Aspekte analysiert, darunter:
- Flugplätze und Hubschrauberlandeplätze;
- Verfahren und Betrieb im Sichtflug;
- vorläufige Einschätzung von Instrumentenflugverfahren;
- Mindestvektorhöhen (MVA);
- Kontrollzonen (CTR);
- Schutzflächen von Kommunikations-, Navigations- und Überwachungseinrichtungen (CNS).
Die Machbarkeitsprüfung dient dazu, potenzielle Einschränkungen und Höhenbeschränkungen in einer frühen Planungsphase zu identifizieren, ohne dass eine detaillierte Bewertung erforderlich ist. Falls eine potenzielle Auswirkung festgestellt wird, kann eine detailliertere Bewertung durchgeführt werden.
Aeronautische Studien
Bewertung der Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Sicherheit und Regelmäßigkeit des Flugbetriebs

Der Übergang zu erneuerbaren Energien ist ein zentraler Bestandteil des künftigen globalen Energiesystems.
In vielen Fällen erfordert dies einen Ausgleich zwischen dem Bedarf an Windkraftanlagen und den Sicherheitszielen sowie den Anforderungen der Luftfahrt. Diese Anforderungen sowie die Konzepte der geltenden Vorschriften sind komplex und werden von den Beteiligten häufig missverstanden.
airsight unterstützt Projektentwickler und andere Beteiligte bei der Bewertung der Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Sicherheit und Regelmäßigkeit des Flugbetriebs.
Typischerweise umfassen solche luftfahrttechnischen Studien Aspekte wie:
- Analyse von Hindernisbegrenzungsflächen (Obstacle Limitation Surfaces, OLS) und anderen relevanten Flächen;
- Bewertung des Sichtflugbetriebs wie Anflug-, Abflug- und Platzrundenmuster;
- Bewertung der Auswirkungen auf Instrumentenanflug- und -abflugverfahren;
- Darüber hinaus können potenzielle Turbulenzen und andere durch Windkraftanlagen verursachte aerodynamische Effekte bewertet werden.
Bei Bedarf werden Maßnahmen zur Schadensminderung entwickelt, da technische oder betriebliche Lösungen zur Verfügung stehen können, um nachteilige Auswirkungen zu beseitigen oder zu minimieren. Dazu können die Optimierung der Windparkplanung sowie die Ausarbeitung von Vorschlägen für Anpassungen der Flugverfahren gehören, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse und Anforderungen sowohl der erneuerbaren Energien als auch der Luftfahrt erfüllt werden.
Flugzeugerkennungsbeleuchtungssysteme (ADLS)
airsight wurde als benannte Stelle für die Prüfung von Flugzeugbefeuerungssystemen zugelassen

Seit April 2020 ist airsight vom Bundesministerium für Verkehr (BMDV, vormals BMVI) als benannte Stelle für die Prüfung von Flugzeugerkennungsbeleuchtungssystemen (ADLS) zugelassen.
airsight unterstützt sowohl ADLS-Hersteller als auch Projektentwickler bei der standortspezifischen Prüfung der lokalen Umsetzung und erleichtert so den Zulassungsprozess.

Hohe Objekte müssen in der Regel gekennzeichnet und beleuchtet werden, um einen sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten.
Internationale und nationale Vorschriften legen fest, welche Objekte gekennzeichnet und/oder beleuchtet werden müssen und wie dies zu bewerkstelligen ist.
Für Windkraftanlagen gelten gesetzliche Anforderungen für Anlagen mit einer Höhe von bis zu 315 m über dem Boden. Für höhere Windkraftanlagen muss ein Konzept für die Kennzeichnung und Beleuchtung erstellt werden.
airsight unterstützt Entwickler und Aufsichtsbehörden bei der Bewertung von Kennzeichnungs- und Beleuchtungsstandards sowie bei der Entwicklung entsprechender Konzepte und Sicherheitsanalysen.
CNS Assessment
Folgenabschätzung für Kommunikations-, Navigations- und Überwachungseinrichtungen (CNS)

CNS-Systeme sind sehr anfällig für Störungen durch physische Hindernisse wie Windkraftanlagen. Als erster Schritt kann eine Analyse der CNS-Schutzflächen durchgeführt werden, um festzustellen, ob eine detaillierte CNS-Bewertung erforderlich ist. Die CNS-Schutzflächen, auch als „Building Restricted Areas“ (BRA) bezeichnet, die üblicherweise für die Analyse herangezogen werden, basieren auf dem ICAO-Dokument EUR Doc 015 „Guidance Material on Managing Building Restricted Areas“. Geplante Bauvorhaben, die in die CNS-Schutzflächen hineinragen, können Auswirkungen auf CNS-Anlagen haben und erfordern daher eine weitere detaillierte Bewertung.
Um die potenziellen Auswirkungen von Windkraftanlagen auf DVOR-Anlagen zu ermitteln, kann der Winkelabweichungsfehler mit einem Modell simuliert werden, das im Rahmen eines Forschungsprojekts in Deutschland (WERAN / WERANplus) entwickelt wurde. Diese Formel wird auch von der Deutschen Flugsicherung (DFS) angewendet und von der zuständigen deutschen Behörde (BAF) anerkannt.
Inspektionen von Offshore-Windparks
Inspektionsdienstleistungen für Hubschrauberlandeplätze an Offshore- und Onshore-Anlagen

airsight bietet Inspektionsdienstleistungen für Hubschrauberlandeplätze an Offshore- und Onshore-Anlagen an. Dazu gehören Hubschrauberlandeplätze auf Plattformen und Schiffen sowie Windenbetriebsbereiche.







