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Flughäfen im Luftrecht

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Jenny Bradley
Jenny BradleyLeitung Lehrgänge
+49 30 45803177training@airsight.de

Das Luftrecht umfasst eine Fülle an Regelungen, deren Einhaltung für die Planung eines Flugplatzes und den damit verbundenen effizienten und erfolgreichen Betrieb unerlässlich ist. Aufgrund der Internationalität des Luftverkehrs müssen über die nationalen Regelungen und Eigenheiten des deutschen Rechtssystems hinaus natürlich auch supranationale und internationale Rechtsgrundlagen der Flugplatzplanung beachtet werden. 

In diesem Lehrgang erhalten die Teilnehmer einen umfassenden Überblick über die Grundlagen des Luftrechts, lernen internationale regelungsgebende Instanzen (ICAO, IATA und ACI) und deren Vorgaben kennen und festigen ihr erlangtes Wissen durch praktische Fallbeispiele und spannende Diskussionen. Gerade auch im Hinblick auf die europäische Integration Deutschlands werden Einflüsse des europäischen Luftrechts (EC/EASA) dargestellt sowie Grundlagen als auch organisatorische Strukturen Europas aufgezeigt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Darstellung der essentiellen Anforderungen an den Flugplatz und dessen Betrieb aus der Grundverordnung (EG) Nr. 2018/1139.

Anhand von Praxisbeispielen werden den Teilnehmern die wichtigsten rechtlichen Faktoren in der Flugplatzplanung und im Betrieb nahegebracht. Um rechtlich-komplexe Sachverhalte, wie Planfeststellungs- und Genehmigungsverfahren oder Rechtsbeziehungen zwischen Flugplatzbetreibern und anderen Nutzern noch besser zu verstehen, wird ein fiktiver Flughafen in Deutschland geplant.

Der Kurs richtet sich an Flughafenplaner und -manager, Flugplatzbetreiber, Architekte sowie Angestellte bei Behörden, die Sicherheit bei der Interpretation und Anwendung des Luftrechts erlangen möchten. Es handelt sich um einen Grundlagenkurs, für den keine Vorkenntnisse erforderlich sind.  

Kursinfo

Ort: In-house
Sprache: Deutsch
Dauer: 4 Tage

Inhalt

Flughäfen im Internationalen Luftrecht

  • Grundlagen des Internationalen Luftrechts
  • Grundfragen des Chicagoer Abkommens 
  • Regelungsgebende Instanzen
  • Anforderungen an die Flughafenplanung

Flughäfen im Europäischen Luftrecht

  • Grundlagen des europäischen Luftrechts
  • Europäische Regelungsgegenstände (Öffentliches Recht, Zivilrecht)
  • Regelungsgebende Instanzen und flugplatzspezifische EU-Verordnungen (z.B. (EU) Nr. 139/2014)
  • Essentielle Anforderungen an die Planung und den Betrieb eines Flugplatzes

Flughäfen im Nationalen Luftrecht

  • Planung 
    • Planfeststellungs- und Genehmigungsverfahren 
    • Änderungsplanfeststellungs- und Änderungsgenehmigungsverfahren
    • Spezifische Anforderungen
      • Umweltverträglichkeitsprüfung 
      • Hindernisschutzgebiete
  • Betrieb
    • Anbindung an den Wirtschaftsraum
    • Bodenabfertigungsdienste
    • Luftsicherheit
    • Slotvergabe

Referenten

Prof. Dr. Marcus Schladebach, LL.M.

Herr Prof. Dr. Schladebach besitzt viele Jahre Erfahrung als Dozent an verschiedenen Universitäten (Kiel, Göttingen, Düsseldorf, etc.). Er verfügt über eine Lehrbefugnis für Öffentliches Recht, Europarecht, Völkerrecht sowie Luft- und Weltraumrecht. Des Weiteren war Herr Schladebach über 10 Jahre als Referent im Landesjustizministerium Potsdam und im Bundesjustizministerium tätig. Derzeit hält er eine Professur für Öffentliches Recht, Medienrecht und Didaktik der Rechtswissenschaft an der Universität Potsdam. Zudem ist Herr Schladebach Autor der Bücher "Lufthoheit. Kontinuität und Wandel" (2014) und "Luftrecht" (2. Aufl. 2018). Im Rahmen seiner Tätigkeit bei airsight berät er in verschiedenen Projekten.

Dr. iur. Chehab Salih

Herr Salih hat an der Universität Potsdam in Rechtswissenschaften promoviert und sich auf internationales Luftrecht spezialisiert. Im Rahmen seiner Dissertation erörterte er rechtliche Fragen, die sich beim Nachweis der Einhaltung von Vorschriften auf Flughäfen ergeben und konzentrierte sich hier auch auf Herausforderungen, denen Staaten sich gegenübersehen, wenn internationale Vorschriften in nationales Recht integriert werden. 

Herr Salih ist Experte für Flughafenbetrieb und Sicherheitsanalysen und hat einen Master-Abschluss in Luft- und Raumfahrttechnik der Technischen Universität Berlin mit den Schwerpunkten Flugsicherungsverfahren, Flugbetrieb, Flughafenplanung und Aerodynamik. Er verfügt über umfassende Erfahrungen bei der Unterstützung von internationalen Flughäfen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden innovative Konzepte für einen sicheren und effizienten Flugbetrieb entwickelt. Dieses Wissen wurde durch zahlreiche Audits und Schulungen, die er weltweit durchführte, gewonnen. Darüber hinaus arbeitete er an verschiedenen nationale Forschungsprojekten, z.B. der Einführung von SERA-Vorschriften in Deutschland (IFR-Flugbetrieb im Luftraum G) – beauftragt durch das Bundeministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Bei airsight ist Herr Salih für die Durchführung von Luftfahrtstudien in den Bereichen Flughafenbetrieb, Flugsicherung und Flughafenplanung zuständig. Dazu gehören u.a. zahlreiche Konformitäts- und Sicherheitsbetrachtungen im Hinblick auf die Errichtung neuer Windkraftanlagen in der Nähe von Flugplätzen. Darüber hinaus ist er für den Aerial Services Bereich bei airsight verantwortlich und betreut den sicheren Einsatz von Drohnen auf Flugplätzen. Derzeit unterstützt Herr Salih den Flughafen Changi bei der Durchführung des Pilot Safety Cases mit dem Ziel, die sichere Inbetriebnahme der dritten Start- und Landebahn zu gewährleisten.

Organisatorische Details

airsight bietet diesen Lehrgang auf Anfrage als In-House-Schulung an.

Nach erfolgreicher Kursteilnahme erhalten alle Teilnehmer ein airsight-Zertifikat nach EASA-Trainingsregularien, welches weltweit in der Luftfahrtbranche anerkannt ist.

Über unsere Lehrgänge

Zertifizierte Qualität

airsight verfügt über ein nach ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem, in dessen Mittelpunkt die Maximierung des Kundennutzens steht. Wir arbeiten ständig an Verbesserungen – so auch bei unseren Lehrgängen, die wir auch anhand des Teilnehmerfeedbacks kontinuierlich optimieren.

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